Ratgeber
Was kostet eine Website für Betriebe im Ruhrgebiet?
5 Min. Lesezeit · 22.9.2026
Die kurze Antwort: Das kommt darauf an, und jede Website, die ohne Rückfrage einen Preis nennt, hat vorher nicht genau hingesehen. Die längere Antwort lesen Sie hier – ohne Zahl, dafür mit den Fragen, die den Preis tatsächlich bestimmen.
Warum hier keine Preisliste steht
Auch auf beoncreative.de finden Sie keine Preise – weder hier noch auf den Leistungsseiten. Das ist keine Geheimniskrämerei, sondern eine Folge davon, wie unterschiedlich die Ausgangslage ist. Eine Fünf-Seiten-Website für einen Handwerksbetrieb in Mülheim-Broich mit vorhandenen Texten und Fotos ist ein anderes Projekt als ein Onlineshop mit 200 Artikeln, Lagerbestand und Zahlungsanbindung. Beide „Website“ zu nennen und in einen Preis zu pressen, würde eine der beiden Seiten falsch informieren. Den Preis nennen wir im Angebot, nachdem wir wissen, was gebraucht wird – nicht vorher auf der Website.
Wovon der Preis wirklich abhängt
Seitenanzahl und Struktur
Eine Landingpage für eine einzelne Aktion – etwa eine Saisonankündigung oder ein Sonderangebot – ist mit wenigen Unterseiten fertig. Eine Unternehmenswebsite mit Leistungsübersicht, Team, Referenzen, Karriere und Standortseiten für mehrere Filialen wächst schnell auf zwanzig oder dreißig Seiten. Jede zusätzliche Seite bedeutet Konzeption, Text und Layout – auch wenn sie im fertigen Menü nur eine Zeile ist.
Wer liefert Texte und Bilder
Das ist der Punkt, an dem sich Angebote am stärksten unterscheiden, ohne dass es auf den ersten Blick auffällt. Wenn ein Betrieb eigene Produktfotos, eine fertige Leistungsbeschreibung und ein Firmenporträt mitbringt, verkürzt das die Arbeit an der Website erheblich. Fehlen Texte und Bilder komplett, kommen Fototermin, Bildbearbeitung und Textredaktion als eigener Arbeitsschritt dazu – und der gehört dann ins Angebot, nicht in die Website-Position allein.
Funktionen statt Standard-Seite
Ein Kontaktformular ist Standard. Eine Terminbuchung, ein Kundenlogin, eine Produktsuche mit Filtern oder eine Anbindung an ein Warenwirtschaftssystem sind es nicht. Beim Onlineshop kommen zusätzlich Zahlungsarten, Versandregeln, Steuersätze bei Auslandsversand und die Frage dazu, ob Bestände aus einer Kasse oder einem Lagerprogramm automatisch synchronisiert werden sollen. Jede dieser Funktionen ist einzeln überschaubar, in Summe entscheiden sie aber, ob ein Projekt eine Woche oder zwei Monate dauert.
Pflege und Hosting nach dem Start
Eine Website ist mit der Übergabe nicht fertig. Sicherheitsupdates, Backups, Serverkosten und die Frage, wer im nächsten Jahr einen neuen Absatz einfügt, laufen weiter. Manche Betriebe wollen das selbst übernehmen und brauchen nur ein einfach zu bedienendes System, andere möchten damit nichts zu tun haben und geben die Pflege dauerhaft ab. Beides ist möglich, verändert aber, was neben der einmaligen Erstellung noch eingeplant werden muss.
Technische Grundlage und Auffindbarkeit
Eine Website, die nur gut aussieht, aber langsam lädt oder auf dem Smartphone unbedienbar ist, verliert Anfragen, bevor jemand die Leistungsseite liest. Dazu gehören Ladezeit, eine saubere technische Grundstruktur und Seitentitel, die zu dem passen, wonach tatsächlich gesucht wird – etwa der eigene Ort und die eigene Leistung statt allgemeiner Begriffe. Auch das ist Arbeit, die vor dem ersten sichtbaren Entwurf passiert und deshalb selten in einer Preisliste auftaucht, aber im Angebot stehen sollte.
Ein Beispiel zur Einordnung
Nehmen wir zwei fiktive Betriebe, um den Unterschied greifbar zu machen. Ein Elektrobetrieb mit fünf Mitarbeitenden braucht eine Website mit Leistungsübersicht, Notdienst-Hinweis, Anfahrtsseite und einem Kontaktformular – überschaubar, wenn Texte und ein paar Baustellenfotos schon vorhanden sind. Ein Möbelhändler, der zusätzlich zum Ladengeschäft online verkaufen will, braucht Produktseiten mit Varianten, Warenkorb, Versandkostenrechner und eine Anbindung an die Kasse im Geschäft. Beide Projekte heißen „Website“, der Aufwand dahinter liegt aber weit auseinander – und genau das zeigt sich erst im Angebot, nicht vorher auf einer Preisseite.
Website, Landingpage oder Onlineshop – was tatsächlich gebraucht wird
Nicht jeder Betrieb braucht das, was er zuerst anfragt. Ein Malerbetrieb, der über Empfehlung und lokale Sichtbarkeit läuft, kommt oft mit einer schlanken Website für Selbstständige oder wenigen Webdesign-Seiten weiter als mit einem aufwendigen Shop-System, das niemand pflegt. Ein Einzelhändler mit Onlineverkauf braucht dagegen tatsächlich eine Shop-Struktur, und daran führt kein schlankes System vorbei. Das vorab zu klären, gehört für uns zum Erstgespräch – nicht, weil es netter klingt, sondern weil ein zu großes System genauso teuer wird wie ein zu kleines, das nach einem Jahr ersetzt werden muss.
Wie Sie Angebote vergleichen, ohne Preise nebeneinanderzulegen
Wenn Sie mehrere Angebote einholen, hilft ein Preisvergleich allein wenig, solange die Leistung dahinter unterschiedlich ist. Sinnvoller sind diese Fragen an jeden Anbieter:
- Wie viele Unterseiten sind im Angebot enthalten, und was kostet eine zusätzliche Seite später?
- Wer schreibt die Texte – der Anbieter, Sie selbst, oder ist das offen?
- Ist die Fotografie enthalten, oder wird mit Archivbildern gearbeitet?
- Was passiert nach dem Launch: Ist Hosting enthalten, für wie lange, und was kostet ein Jahr danach?
- Gehört Ihnen am Ende das System, oder sind Sie an den Anbieter gebunden, wenn Sie wechseln wollen?
Ein Angebot, das diese Fragen beantwortet, lässt sich vergleichen. Ein Angebot, das nur eine Summe nennt, meistens nicht.
Was bei einem Erstgespräch passiert
Bei uns beginnt jedes Projekt mit einem Gespräch, in dem wir die Ausgangslage klären: vorhandene Inhalte, gewünschte Funktionen, Zeitrahmen, wer intern Ansprechpartner ist. Daraus entsteht ein Angebot mit konkretem Leistungsumfang und Preis – kein Richtwert, sondern eine Zahl, die zu dem passt, was tatsächlich gebaut wird. Für ein Tagesgeschäft mit engem Zeitplan bedeutet das eine kurze Abstimmung vorab, keine wochenlange Ausschreibung.
Kurz zusammengefasst
Der Preis einer Website hängt an Seitenanzahl, vorhandenen Inhalten, gewünschten Funktionen und der Frage, wer sich danach um Pflege und Hosting kümmert. Wer diese Punkte vorab klärt, bekommt ein Angebot, das sich mit anderen vergleichen lässt – und keines, das erst nach Vertragsschluss durch Zusatzkosten wächst. Wenn Sie diese Punkte für Ihren Betrieb klären möchten, nennen wir Ihnen im Kontakt einen Termin für ein unverbindliches Gespräch.

